

In der Frühzeit berühmt war das Apollon-Heiligtum von Patara mit seinem Orakel, dem später das Orakel von Delphi den Rang streitig machte. Danach geriet es fast vollständig in Vergessenheit und wurde bis heute durch die Archäologen nicht wieder gefunden. Allerdings fanden kürzlich das Forscherpaar Fahri und Avva Isik am nordöstlichen Rand von Patara nahe dem römischen Triumphbogen des Mettius Modestus, einen monumentalen Apollon-Kopf, sodass das alte Heiligtum an dieser Stelle vermutet wird.
Der Gründer der Stadt soll Pataros, Sohn des Apollon und der Nymphe Lykia sein, so heißt es in einer Sage. Eine andere Sage macht ihn zum Sohn des Lapeon und zum Bruder von Xanthos. Was nun stimmt - wer weiss es schon, denn eine dritte Sage behauptet, daß Ikadios, Sohn des Apollon und der Nymphe Lykia der Gründer sei.
Erste historische Aufzeichnungen über Patara beginnen mit der friedlichen Unterwerfung durch Alexander des Großen um 333 v.Chr. Während der Kriege zwischen Alexanders Nachfolgern war der Hafen eine wichtige Marinebasis. Als Lykien unter ägyptische Herrschaft geriet, wurde aus Patara für kurze Zeit Arsinoe, denn 196 v.Chr. fiel Antiochos III. von Syrien hier ein und hielt die Stadt trotz Eroberungsversuche durch Römer und Rhodier bis zum Friedensvertrag von Apameia in 189 v.Chr. Im
lykischen Bund zählte Patara zu den 6 Städten, die mit jeweils drei Stimmen in der Versammlung vertreten war. Nach der Katastrophe von Xanthos, 42 v.Chr., unterwarf Brutus auch Patara, das zuerst großen Widerstand leistete, bevor es sich ergab. Die Bedeutung Pataras wurde aber auch hierdurch nicht geschmälert. Die Archive der lykischen Union wurden hier aufbewahrt, und der römische Provinzgouverneur hatte in Patara seinen Sitz. Im 4. und 5. Jh.n.Chr. wurde Patara durch das Christentum geprägt. Drei mächtige Kirchen weisen auf den Glaubenswandel der Lykier hin. Ihr Bischof Eudemus war der einzige Teilnehmer Lykiens im Konzil von Nicea 325 n.Chr. Später machte Patara als Geburtsort des hl. Nikolaus von sich Reden.
Der Hafen Pataras wurde wahrscheinlich bis ins 12 Jh.n.Chr. genutzt, im 14 Jh. wird der Verfall der Stadt bekannt, und im 15. Jh. wird der Hafen noch als Rastplatz erwähnt.
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